Net(t)working unter Personalern und Personalmarketingtipps für kleine Budgets

Eine Weile war es ruhig bei Talent-o-mat , viele Herausforderungen, größere und kleinere Projekte und diverse Verpflichtungen haben mir einfach keine Zeit gelassen, um in den letzten zwei Monaten mehr zu bloggen, als meinen Artikel zur Beurteilung von Employer Branding Kampagnen durch Studierende bei den Kollegen vom Personalblogger.

Lesen, schreiben, bloggen, posten, twittern ,.. das ist die eine, die virtuelle Seite des Netzwerkens und Debattierens in der Personalmarketingcommunity. Die andere, mindestens genau so wichtige, ist der persönliche Kontakt. Und der macht, zumindest mir, auch noch viel mehr Spaß. Die Zeit zum Plaudern, zum Kontakte knüpfen und Verbindungen pflegen ist für mich bei den meisten HR Veranstaltungen, Tagungen und Kongressen eigentlich immer der interessanteste Teil. Die Inhalte der fachlichen Vorträge kann man oft an anderer Stelle später nachlesen. Den Kollegen und Kolleginnen in die Augen schauen, gemeinsam lachen, gemeinsames erleben und auch im fachlichen Diskurs spüren, wie der oder die Andere tickt, das geht am besten nur live und persönlich, allen Onlinekommunikationswerkzeugen zum Trotz.

Warum also nicht die Fachvorträge und Podiumsveranstaltungen einfach mal weglassen und sich ausschließlich auf die Kommunikationspausen konzentrieren? Persönliches Networking in Reinkultur, pur und ohne Agenda? Diesen Gedanken hatte auch Henner Knabenreich, und nahm den vierten Geburtstag von personalmarketing2null zum Anlass, das „weltweit erste klimaneutrale HR-Net(t)working-Event für frechmutige Personalerinnen*“ zu veranstalten (*Männer durften auch kommen). Was dann vor einer guten Woche in Wiesbaden passierte, und was diejenigen, die nicht dabei waren verpassten, haben Henner selbst und die Kollegen Tim Verhoeven, Persobogger Stefan Scheller, Volker Seubert und etliche andere in ihren ausführlichen Berichten schon wunderbar beschrieben. Dem ist wenig hinzuzufügen. Es war ein großartiger Abend mit tollen Menschen, die Lust hatten, sich zu begegnen und sowohl fachlich wie auch ganz privat auszutauschen. Das angeblich nicht vorhandene Konzept ging auf, auch Personaler können Netzwerken ohne offiziell zu Fachvorträgen gerufen zu werden. Und wenn die Sponsoren auf den üblichen Veranstaltungen ihre Vorstellung in Zukunft auch nur halb so interessant gestalten, wie beim Sponsoren Slam an diesem Abend, dann fällt das Warten auf die Netzwerkpausen auch nur noch halb so schwer. Ich hoffe jedenfalls auf eine Wiederholung, denn zu selten sind die Gelegenheiten des ausgiebigen offline networkings unter Kollegen. Da ich den Abend entsprechend genutzt hatte, fiel meine online Berichterstattung auch angemessen dürftig aus:

Doch ich war nicht nur in Sachen Party unterwegs. Für letzten Dienstag hatte mich der Arbeitskreis Personal der Industrie und Handelskammer Nordschwarzwald nach Pforzheim eingeladen. Dort traf ich auf knapp 90 Besucher, die meinen Vortrag zum Thema „Personalmarketing für kleine und mittlere Unternehmen“ hören wollten. Nun ist das theoretische Vorgehen im Personalmarketing zwar weitgehend unabhängig von der Unternehmensgröße, aber nach meiner Erfahrung fehlt es kleinen Unternehmen oft an den personellen Ressourcen und finanziellen Mitteln um eine umfassende Employer Brand Entwicklung durchzuführen und die entsprechende Kommunikationskampage umzusetzen. Daher habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie allein durch die Optimierung der Kommunikationsmittel, die schon existieren (Webseite, Stellenanzeige) und durch die Änderung vorhandener Prozesse und Standards die Personalgewinnung auch ohne große Investitionen verbessert werden kann.  Und diese Gedanken möchte ich den Lesern von Talent-o-mat natürlich nicht vorenthalten:

Und auch wenn ich viel beschäftigt bin und immer mal wieder in Schweigen verfalle, freue ich mich weiterhin über Kommentare und Kontakte, virtuell und ganz real.

2 thoughts on “Net(t)working unter Personalern und Personalmarketingtipps für kleine Budgets

  • Hallo Herr Konschak,

    vielen Dank für die aussagekräftige Präsentation. Wenn ein KMU das von Ihnen dort gelistete Arbeitsprogramm durchführt, dann dürfte es sich von mehr als 95% des Wettbewerbs positiv abheben. Um ehrlich zu sein, wirklich „wenig“ finde ich das nicht, was Sie den Unternehmen da abverlangen. Aber sehr sinnvoll. Jetzt fehlt noch die Beurteilung „mit welchem Hebel erreiche ich schnell etwas mit vertretbarem Aufwand“ im Sinne der heute so beliebten „quick wins“. 😉

    Beste Grüße aus dem Norden, Helge Weinberg

    • Hallo Herr Weinberg,
      vielen Dank für das positive Feedback. Die „quick wins“ sehe ich vor allem bei der Webseite, der Stellenanzeige und dem Umgang mit Bewerbern. Bei einer vorhandenen Webseite muss ja nicht gleich alles umgesetzt werden, doch eine klare Navigation, sinnvolle Überschriften und eine suchmaschinenfreundliche URL sind schnell gemacht. Stellenanzeigen schalten kleine Unternehmen auch nicht jeden Tag, also einfach die nächste besser gestalten. Und ein freundlicher, verbindlicher Umgang mit Bewerbern sollte eigentlich selbstverständlich sein. Die schnellen Antwortzeiten und Entscheidungen erfordern sicher etwas Übung und Disziplin, kosten aber eigentlich gar nichts.
      Viele Grüße – aus dem Süden 😉
      Bernd Konschak

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